Mel Thurn
Name: Melanie Thurn
Geburtstag: 6. Juni 1983
Herkunft: Nordbayern, Deutschland
Über mich:
Ich habe Kunst in der wunderschönen, mittelalterlichen Stadt Bamberg an der Otto-Friedrich-Universität studiert. Und obwohl ich immer schon gemalt, collagiert, geschrieben und gezeichnet habe, entweder für mich selbst oder als Auftragsarbeit, blieb es immer eher nebensächlich. Aber nachdem ich endlich, sowohl buchstäblich als auch metaphorisch, genügend Raum hatte und ein paar lebensverändernde Entscheidungen getroffen hatte, packte mich die Leidenschaft und das Bedürfnis, mir meinen Pinsel zu schnappen und zu sehen, zu was ich fähig bin und dies auch nach außen zu tragen und zu teilen. Ich hoffe, es gefällt Ihnen!
Über meine Arbeiten:
Ich liebe leuchtende Farben und wenn verschiedene Texturen zusammen kommen. Und ich liebe außergewöhnloche Motive. An was ich am meisten Freude finde jedoch, sind Gegensätzlichkeiten, sowohl bei den Themen als auch in der Technik.
Manchmal habe ich bereits am Anfang große Erwartungen und spezifische Ideen, wenn es darum geht, wie mein Bild am Ende aussehen soll. Aber natürlich passiert es dann meistens, dass ich unzufrieden bin und innerhalb des Bildes die Richtung ändere, indem ich eine andere Technik ausprobiere oder die Farbe einfach mal machen lasse und den Zufall zulasse. Ich habe gemerkt, dass ich mich damit immer wieder selbst überrasche und dadurch sowohl neue Inspiration als auch Effekte erhalte. Und es führt dazu, dass ich Sachen überdenke und aus einem anderen Blickwinkel betrachte; und auch dazu, Dinge einfach mal passieren zu lassen. Danach geht es dann wieder zielgerichtet und präzise weiter. Es ist eher ein Wechselspiel aus gezieltem, konvergentem Handeln und auflockernder, auffrischender Divergenz.
Was meine Motive angeht, so liebe ich Hasen und sie wurden letztendlich mein Hauptthema am Ende meiner Universitätszeit. Anfangs und auch währendessen waren jedoch Akte mein Hauptmotiv und nun versuche ich diese beiden Lieblinge in meinen "Ladies"- Bildern zu kombinieren. Diese sind natürlich keine tatsächlichen Akte, aber sie haben meinem Empfinden nach dennoch ein gewisses anzügliches Flair. Und große Formate geben mir die Freiheit, verschiedene Stile und Techniken in einer Arbeit zu kombinieren.
Ich finde zudem, dass Farbreste nur dann Verschwendung sind, wenn man sie tatsächlich entsorgt, also tendiere ich dazu, sie als Möglichkeit zu nutzen, ein schnelles abstraktes Bild damit anzufangen und dann einfach mal zu schauen, was passiert, indem ich es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachte oder einfach mal komplett einige Zeit ignoriere, um meinen Blick zu neutralisieren. Ich finde es faszinierend, wie unterschiedliche Formen und Gestalten daraus hervortreten können, je nachdem, auf was man sensibilisiert ist. Dann muss man sie oftmals nur noch herauslösen und hervorheben.